Praxis für Mentaltherapie in Hypnose

(Verhaltensstörungen, Ängste, Depression, Burn out, alle psychischen und körperlichen chronischen Krankheiten,
auch sogenannte unheilbare Krankheiten, usw.)



   

Mentales Coaching in Hypnose und Mentaltraining in Hypnose

(für Spitzensportler und Führungskräfte)


Mit Worten sich selbst heilen (2)
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von Dr. med. Paul Bernard

(In unregelmäßiger Folge schreibe ich über meine neue Sicht der Medizin aus meiner Praxis für Mentaltherapie in Hypnose.)

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     Ein Patient kam zu mir, der an einer interstitiellen Zystitis litt. Das ist eine chronische Entzündung der Blasenwand, die mit Schmerzen und Harndrang begleitet ist, meistens ohne den Nachweis von Bakterien im Urin. Solch ein Patient muss 30 - 60 mal am Tag Wasserlassen.

     Diese Erkrankung hatte bei ihm vor 10 Jahren begonnen. Durch den Abbau der Schleimhaut der Blase und die dauernde Zusammenziehen der Blasenmuskulatur kam es zu einer Schrumpfblase. Ein Blasenersatz aus Darmgewebe stand bevor. Aber der sollte in der Regel nur ein paar Jahre halten, bis er wieder erneuert werden muss.

     Die Geschichte dieses Patienten ist aus mehreren Gründen interessant. Er war ein so genannter Spitzen-Manager mit einem Jahresverdienst von 10 Millionen Euro, so antwortete mir das Internet auf meine diesbezügliche Frage. Wenn jemand im operativen Geschäft an vorderster Stelle eines Konzerns das Aktienkapital um Milliarden Euro vermehrt, so erscheint ein außergewöhnlich hoher Jahresverdienst gerecht. Als wir vertrauter wurden, hat er dann quasi entschuldigend behauptet, dass er viel Geld in Fonds für soziale Zwecke anlegt.

     Als ich ihm vorab meine andere Sicht der Medizin erklärte, verstand er es auf die Schnelle wohl nicht ganz, aber er ließ sich voll darauf ein, denn er hatte schon ein paar urologische Kapazitäten befragt, die alle eine neue Blase aus Darm empfahlen. Und daran erkennt man auch einen Top-Manager: er entlässt mit der gleichen schnellen Entscheidungsfreude Tausende von Mitarbeitern und entscheidet sich für Mentaltherapie in Hypnose, wenn alle kompetenten Fachleute als letzten Ausweg nur eine neue Blase sehen, deren Lebensdauer begrenzt sein wird. Bei anderen Patienten überwiegen oft die Bedenken mit "ja" und "aber" und "wenn ich aber zu denen gehöre, die gar nicht zu hypnotisieren sind". Wie wohltuend ist da ein entscheidungsfreudiger Patient.

     Ich muss nicht betonen, dass der Vorsitzender des Vorstands dauernd im Kopf hatte, während einer Sitzung wieder mal aufs Klo zu müssen. Diesen Zwang wollte er natürlich unterdrücken. Die Konzentration litt erheblich. Zusätzlich hatte er immer wieder Schmerzen.

     Noch eines war an diesem Patienten auffällig: es wird immer wieder behauptet, dass jeder, ohne Ausnahme: jeder Mensch hat Minderwertigkeitsgefühle. So fehlte diesem Patienten, dass er für seine Arbeit mal von irgendeinem gelobt wird. Er wollte die Anerkennung seiner Leistung haben. Bloß wer soll ihm die denn geben? "Es tut gut, dass Sie, obwohl Sie als Außenstehender behaupten nichts von dem Geschäft zu kennen, die Leistung sehen." Wer sollte ihn denn loben? Die Kollegen des Vorstands, der Vorsitzende des Aufsichtsrats? Fazit: der Mensch braucht Lob und Anerkennung. Ein hohes Gehalt reicht nicht, und die Anerkennung seiner beruflichen Leistung durch die Ehefrau zu Hause reicht offensichtlich auch nicht.

     Während der Therapie und den Wochen danach verringerte sich die Frequenz des Wasserlassens bis zur Normalität von 6 mal pro Tag. "Natürlich werde ich mit Training weiter machen. Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe und Unterstützung." So konnte ich es in einer Email lesen.

     Der Patient mit dem hohen Jahreseinkommen und dem hohen Bekanntheitsgrad war sehr diskret, quasi inkognito bei mir und hatte Angst, geoutet zu werden. Er ließ sich von seinem Chauffeur ins Hotel bringen und nach ein paar Tagen wieder abholen. Zu mir kam er mit einem im Hotel geliehenen Fahrrad. Solche Ängste kenne ich von Patienten mit einer Angstneurose und einer Depression. Dass es auch unanständig sein soll, eine so genannte körperliche Krankheit zu haben, ist schwer zu verstehen und relativ neu. Weil wir aber wissen, dass die meisten Krankheiten eine psychische Ursache haben, müssen wir es verstehen. Es ist wahrscheinlich bald nur noch ein Knochenbruch vorzeigbar.

     Nochmals ein paar Gedanken zur Mentaltherapie in Hypnose. Es ist wirklich keine Behandlung, die man verbergen müsste.

     Weil ich weiß, dass Wissenschaft immer vorläufig ist, habe ich mich mit meinem erlernten schulmedizinischen Wissen nie zufrieden gegeben und nach neuen Möglichkeiten gesucht, mir die Frage zu beantworten: wie funktioniert der Mensch? Den Menschen nur von der naturwissenschaftlichen Seite zu betrachten und nur auf diesem Weg Heilungsmöglichkeiten zu finden, ist einseitig. Es gibt übergeordnete Strukturen, die von uns offensichtlich dauernd falsch benutzt werden, denn sonst wären wir nicht krank oder unglücklich.

     Heutige Menschen glauben seit Generationen an die Schulmedizin. Es ist schwer, Menschen davon zu überzeugen, dass eine Heilung ohne materielle Hilfsmittel möglich ist. Die etablierte Medizin hat es bisher versäumt, die jedem Menschen innewohnenden Heilkräfte zu erforschen und Wege zu finden, diese zu mobilisieren.

     Erfolg und Gesundheit sind die vorrangigen Wünsche von Menschen. Der Einfluss geistiger Faktoren auf die Gesundheit rückt in den Blickpunkt des Interesses. Der sich entwickelnde Megatrend der mentalen Selbstbeeinflussung wird unser aller Leben in den nächsten Jahrzehnten von Grund auf verändern. Die Medizin der Zukunft wird auch die mentale Selbstheilung anstreben. Das Mentale ist die Kraft des Denkens. Der Geist (= das Mentale) beeinflusst den Körper, die Gefühle und das Verhalten. Mentales (Gedanken, Ideen und Wünsche) erschafft Reales.

     Mentaltherapie ist weder Alternativmedizin noch Komplementärmedizin. Mentaltherapie ist die Basis und der gemeinsame Nenner jeder wirkungsvollen Behandlung. Das klingt nicht nur revolutionär, das ist es.

     Der Geist, der ein Organ geschaffen hat, ist auch in der Lage, dieses Organ, wenn es krank ist, wieder voll herzustellen. Wenn der menschliche Geist mächtig genug ist, durch falsches Denken dem Körper Schaden zuzufügen, so ist er auch imstande ihn zu heilen.

     Mentaltherapie leitet Kranke an, Krankheiten selbst mental zu beeinflussen und sich selbst zu heilen. Es sind bis auf wenige Ausnahmen a l l e Krankheiten zu bessern oder zu heilen. Dabei scheinen oft schwerste körperliche Erkrankungen leichter therapeutisch beeinflussbar zu sein als Verhaltensstörungen.

     Die von mir begründete Mentaltherapie (mit oder ohne Hypnose) ist in der Medizin eine Revolution, ein gesellschaftlicher Wandel im Bereich der Gesundheit!!

     Es war für mich als gelernten Schulmediziner eine jahrzehntelange Entwicklung bis ich heute sicher weiß, dass Geist und Materie zwei Seiten einer Medaille sind. Dieses revolutionäre Denken ist Jahrtausende alt und wartet darauf, endlich benutzt zu werden.

     Spontanheilungen sind bekannt. Die Basis aller Spontanheilungen ist der Glaube an sich und an die Selbstheilungskräfte des eigenen Körpers. Dieser Glaube ist mit bestimmten Techniken trainierbar. Da beginnt meine Arbeit, denn ich fühle mich als ärztlicher Trainer der Selbstheilungskräfte und keinesfalls als Wunderheiler.

     Mental trainieren heißt: Wünsche mit Worten solange einüben bis sie sich ganz von selbst erfüllen.



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     Den Zustand, den wir Depression nennen, führt man selbst herbei, man erzeugt ihn selbst. Eine Begeisterung schafft man auch selbst. Depressive Gefühle widerfahren einem nicht, man fängt sich keine Depression ein, sondern: man erzeugt die Depression selbst - genauso wie auch alles andere im Leben - durch ein ganz spezielles geistiges und körperliches sich Verhalten.

     Um deprimiert zu sein, muss man das Leben auf eine ganz bestimmte Weise erleben. Depressionen erzeugt man selbst durch ganz bestimmte Handlungen. Man jammert, jault und klagt - in einem Mitleid heischenden Tonfall. Man nimmt eine gebeugte Körperhaltung ein, atmet ganz flach und spricht leise. Die Körperhaltung drückt nicht nur unser Befinden aus, sondern beeinflusst es auch. Eine schlechte Haltung verschlechtert die Stimmung. Um deprimiert sein zu wollen, hilft es, die Schultern hängen zu lassen und permanent zu Boden zu starren. Wer in einem traurigen Tonfall flüstert und sich gleichzeitig die allerschlimmsten Dinge vorstellt, die einem im Leben widerfahren können, der ist auf dem besten Wege zum Depressivwerden. Wer die chemischen Vorgänge in seinem Körper durcheinander bringt, indem er übermäßig Alkohol trinkt, raucht oder Psychopharmaka einnimmt, der arbeitet auch für die Depression.

     Manche Menschen haben diesen depressiven Zustand schon so oft herbeigeführt, dass es immer wieder gelingt, ihn zu aktivieren, den Körper daran zu erinnern. So identifizieren sich viele mit dem Zustand der Depression.

     Ärzte versehen zu guter Letzt einen Menschen mit der Diagnose Depression, und er wird depressiv sein. Solche Begriffe wirken häufig als sich selbst erfüllende Prophezeiungen.

     In Deutschland leiden etwa vier Millionen Menschen an einer Depression. Das neueste: Forscher sehen die Krankheit als Störung in einem durchaus nützlichen System. Depressionssymptome können einen Nutzen haben - beim Aufgeben unerreichbarer Ziele.

     Meine Erfahrung sagt mir, dass einer Depression immer eine Angst oder Ängste voraus gehen. Das müssen aber nicht nur neurotische Ängste sein. Eine Existenzangst oder eine Zukunftsangst bei einem drohenden Scheitern der Ehe kann das auch sein.

     Eine so genannte endogene Depression ist mir noch nicht begegnet. Ich glaube, dass eine länger bestehende Angstneurose immer zu einer Depression führt.

     Die bipolare Störung nannte man früher manisch-depressive Erkrankung. Neben der Depression kam es zu Phasen übertriebener Hochstimmungen mit erhöhtem Rededrang, extremer Ruhelosigkeit und Größenwahn. Diese Störung wird häufiger diagnostiziert als sie in Wirklichkeit auftritt.

     Eine Depression in einem Stadium erhöhter Selbstmordgefahr muss der erfahrene Arzt erkennen. Dann gehört der Patient zu seinem eigenen Schutz in eine geschlossene Abteilung eines Psychiatrischen Krankenhauses eingewiesen. Er muss dort solange verwahrt werden bis die akute Gefahr vorüber ist.

     Wie Sie wissen, bin ich kein Freund von Psychopharmaka. Sie helfen vor allem der Pharmaindustrie und den Aktionären derselben. Aber bei einer Depression muss man zur Überbrückung schwieriger Zeiten durchaus bewährte Psychopharmaka benutzen. Die Pharmaindustrie muss nicht andauernd neue Medikamente auf den Markt werfen und den Ärzten suggerieren, diese haben eine bessere Wirkung.

     In der Regel ist eine Depression durch apathisches Absacken charakterisiert. Heutzutage entwickelt ein Teil dieser Patienten eine eigene Strategie der Selbstbehandlung, was zum Symptom der rastlosen Aktivität führt. Das ist von der Persönlichkeit und von dem Charakter und Temperament des betroffenen Patienten abhängig.

     Solche rastlosen Patienten haben kein Morgentief. Sie verlieren nicht generell die Lust am Essen, sondern wechseln zwischen Fresssucht und Hungerphasen. Sie machen ihr Selbstwertgefühl abhängig von gutem Aussehen und ihrem äußeren Erscheinungsbild. So entwickeln sie intensive sportliche Aktivitäten, sind Dauerkunden in Fitness-Clubs, wechseln aber auch oft die Sportart. Und sie schauspielern und treten charmant, forsch und mutig auf, um so ihr Tief zu verheimlichen.

     Die aktiven Depressiven laufen mit ungeheurer Energie gegen ihre Schwierigkeiten an: sie wollen Ruhephasen vermeiden, um damit Grübeleien und Verstimmungen zu umgehen.

     Die Bild-Zeitung schrieb schon im Oktober 1997 sehr richtig: "Das Geheimnis der Depression gelüftet. Millionen Menschen leiden unter Depressionen, jeder siebte bringt sich um. Jetzt hat der englische Forscher Steven Bukovsky das Geheimnis dieser Krankheit enträtselt. Sie entsteht durch chemische Reaktionen im Kopf, die beim Denken an Schlechtes ausgelöst werden. Diese Gedanken verstärken sich automatisch, weil der Patient depressiv wird. Einziges Gegenmittel: an Schönes denken, schlechte Gedanken sofort zu verscheuchen versuchen, sobald sie einen anspringen."

     Dieser Vorschlag ist richtig, aber so theoretisch nicht in die Praxis umzusetzen. Mentaltherapie in Hypnose ist eine wirksame Selbsthilfe für den depressiven Patienten.



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     Das Unterbewusstsein ist wie das Bewusstsein keine wissenschaftliche Realität, sondern ein psychologisches Arbeitskonzept.

    Das Bewusstsein sitzt in der Großhirnrinde, das Unterbewusstsein ist dem entwicklungsgeschichtlich viel älteren Stammhirn zugeordnet. Das Stammhirn hat im Laufe der Menschheitsgeschichte Erfahrungen und Programme gespeichert, die weit gehend automatisch ablaufen, um unser Leben zu gewährleisten: Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel. Alle vielen Automatismen unseres Körpers werden durch das Unterbewusstsein gesteuert und befreien damit das bewusste Denken von diesen Aufgaben. Dass es sich dabei nicht um rein mechanisch-physikalische Vorgänge handelt, erkennt man an der leichten Beeinflussbarkeit aller dieser Vorgänge durch psychische Faktoren.

     Die Kräfte des Unterbewussten bleiben unserem menschlichen Denken rätselhaft, verschlossen, irrational. In Hypnose, Meditation und Traum wird unterbewusstes Material frei gelegt, das dem Bewusstsein normalerweise nicht zugänglich ist.

     Ganz wichtig für die Mentaltherapie in Hypnose ist die Erkenntnis, dass das Unterbewusste der Kraft der " bewussten" Suggestion unterworfen ist und darauf reagiert. Alles, was ins Unterbewusstsein eingeprägt wird, ob gut oder schlecht, verwirklicht sich wie ein Naturgesetz nach den Gesetzen des Denkens und Glaubens.

     In der Kindheit nimmt das Unterbewusste das meiste, das ihm angeboten wird, als Tatsache und verhält sich entsprechend. Wer seinem Kind sagt, dass es eine Erkältung bekommen wird, wenn es nasse Füße hat, dann wird das Unterbewusstsein dieses als Tatsache festhalten und sicher stellen, dass der Körper Erkältungssymptome zeigt, sobald die Füße nass werden. Dieses wird solange geschehen, bis das Bewusstsein durch andere Suggestionen dem Unterbewusstsein ein neues Programm eingibt.

     Viele Überzeugungen der Kindheit und Jugend verändern sich im Laufe des Lebens ohne bewusstes Zutun. Andere Dinge können bewusst verändert werden. Um das Unterbewusstsein zu verändern, brauche ich Zeit und Geduld, und ich muss trainieren. Mentaltraining kann im Unterbewusstsein vieles verändern, Hypnose ebenso.

     Wortsuggestionen können die Funktion einer Zelle verändern, weil Zellen geistig ansprechbar sind. Weil eine Suggestion rein geistig und nichts Materielles ist, muss sich in jeder Zelle etwas Geistiges befinden, sonst könnte die Zelle nicht angesprochen werden. Ein Gedanke setzt chemische Stoffe frei, die durch Übermittlerstoffe in jedes Organ gelangen. So heilt man seine Körper im Ganzen und jedes Organ einzeln. Denkabläufe sind in den Organen nicht von Selbstzweifel gequält und haben die Fähigkeit, alles auszuführen, was ihnen befohlen wird. Jede Zelle denkt und ist chemisch mit jeder anderen verbunden. Wir sollen uns um jede einzelne Zelle und nicht nur um ein bestimmtes Organ kümmern, wenn Bedarf besteht.

     Wenn ich an etwas glaube, erteile ich meinem Unterbewusstsein damit einen Befehl, den es völlig unkritisch in die Tat umsetzt.



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     Es kam eine 49-jährige Patientin zu mir, die unter Angst vor Menschen litt und vor allem unter Angst vor ihrem Ex-Mann, von dem sie seit fünf Jahren geschieden war. Ein unerwarteter Anruf ihres Ex-Mannes warf sie jedes Mal total aus der Bahn. Sie hatte panische Angst davor, dass er plötzlich an der Tür klingeln könnte, was aber bisher noch nicht geschah.

     Ihr Ex-Mann war seit fünf Jahren wieder neu verheiratet. Sie musste aber weiter mit ihm reden wegen der drei gemeinsamen Kinder, die bereits auf eigenen Füßen stehen und außer Haus sind. Das schlimmste, was ihr der Ex-Mann in der 24-jährigen Ehe eingeredet hatte: "Du bist zu doof, um etwas - außer Saubermachen und Kochen - machen zu können."

     Der Ex-Mann hatte diese sich minderwertig fühlende Frau hilflos gemacht und völlig klein gehalten. Sie hat während mehr als zwanzig Jahren Ehe stumm gelitten und wurde mehr und mehr voller Angst und abhängig. Sie hatte Angst, etwas falsch zu machen, Angst vorm sich blamieren. Ihre dauernde Frage war: was mag der oder die wohl von mir denken? An Symptomen hatte sie zu bieten: Reizhusten (nach Freud: tussis nervosa) bis hin zum Spucken, Kopfschmerzen, Herzrasen, Übelkeit, Schwindel, Schlafstörungen und einiges mehr. Nebenbei hatte sie als Frustesserin 10 kg Übergewicht bekommen.

     In der Therapie, die wie üblich acht Tage mit je zwei Behandlungseinheiten dauerte - kurz und intensiv - veränderte sich die Patientin rasant zu ihrem Vorteil. Am Ende der Therapie konnte die Patientin sogar dem Ex-Mann für die Schikanen und das Mobbing in der Ehe vergeben.

     Die Patientin hatte nie in ihrem Leben gelacht, bei mir in Hypnose konnte sie enorm lachen. Ich nutze immer das, was ein Patient anbietet. Also ließ ich sie lachen. In den Medien wurde schon hin und wieder meine Therapie als Lachtherapie bezeichnet, völlig zu Unrecht. Wenn die Patientin ihren Ex-Mann traf, hat sie gelacht. Das war eine der unterbewussten Programmierungen. Er wurde völlig unsicher, weil er sich ausgelacht fühlte. Sie wurde mehr und mehr selbstbewusst und frei von allen Ängsten vor Menschen.



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     Als Allergie wird die überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet. Sie äußert sich in typischen, oft mit entzündlichen Prozessen einhergehenden Symptomen. Es gibt unterschiedliche Krankheitsformen, die an verschiedenen Organen des Körpers auftreten. Am bekanntesten sind der Heuschnupfen als eine Schwellung der Nasenschleimhaut, eine Bindehautentzündung des Auges und eine Schwellung der Atemwege zum Beispiel Asthma bronchiale. An der Haut und im oberen Magen-Darmtrakt kann es zu vielfältigen Allergien kommen. Eine Allergie kann zum medizinischen Notfall werden, dem anaphylaktischen Schock.

     Die Medizin nennt die Entstehung der Allergien heute verschämt psychosomatisch. Für mich ist die Mehrzahl der meisten Krankheiten psychisch, die Allergien machen da keine Ausnahme. Bei mir ist auch die Behandlung der Allergie nicht medikamentös mit Antiallergika, Calzium und Cortison sondern rein mental. Wenn Sie über schulmedizinische Behandlungen etwas lesen wollen, dann googeln Sie bitte.

     Zu mir kam eine damals 31-jährige Patientin, die Angst hatte an ihren allergischen Symptomen schweren Schaden zu nehmen. Sie schrieb: "Angst vor Allergien mit Atemnot und allergischem Schock, auf Lebensmittel, auf Sprays, auf Blumen, auf Waschmittel, auf Gemüse, besonders auf Petersilie, auf alles."

     Diese Patientin hatte ihren 77-jährigen Vater als Begleitung immer um sich. Dieser war Arzt im Ruhestand und trug dauernd eine Notfalltasche mit Spritzen bei sich, die er ab und zu benutzte, immer aus Angst vor einem erwarteten allergischen Schock.

     Die Patientin musste ein Bund Petersilie kaufen und diese Petersilie in meiner Gegenwart wie ein Kaninchen roh aufessen. Sie war auf Petersilie besonders allergisch und reagierte sonst immer mit einer Notfallsituation. Beim Kauen der Petersilie geschah nichts.

     Die Patientin hatte sich mit Worten innerhalb von vierzehn Tagen selbst geheilt. Die Symptomatik dieser Patientin war besonders ausgeprägt.

     Ich berichte Ihnen im Stenogrammstil von einem weiteren Patienten, der mir auch in Erinnerung ist. Ein Heilpraktiker von etwa 50 Jahren hatte einen Krebs mit Töchtergeschwülsten. Er hatte sich schulmedizinisch und alternativ schon jahrelang behandeln lassen. Beim Vorgespräch litt er unter starkem Heuschnupfen, der ihn schon sein ganzes Leben lang quälte. Ich empfahl ihm in die blühende Heide zu gehen und seinen Heuschnupfen mental zu bekämpfen, was er tat. Am nächsten Tag, zu Therapiebeginn, erzählte er, dass er in der Heide etwa 80 Papiertaschentücher verbraucht hatte. Aber der Heuschnupfen war so gut wie weg. "Sie haben mich ganz schön unter Druck gesetzt. Ich dachte immerzu: der Heuschnupfen muss weg gehen, dann habe ich Chancen, dass der Krebs und die Metastasen auch verschwinden." So geschah es.

     Als letztes Beispiel will ich von einer Patientin berichten, deren Mann, Bruder, Schwägerin und Neffen ich auch schon mit Mentaltherapie in Hypnose wegen anderer Krankheiten behandelt hatte. In einer Familie erzählt man sich gegenseitig von Krankheiten und Ärzten, ich behandele daher häufig Familien.

     Die etwa 55-jährige Patientin litt an Allergien, vorrangig an einer Allergie gegen Nüsse. Zum Ende der Behandlungsserie bot ich ihr Nüsse zum Essen an. Damals hatte ich immer Nüsse in meinem Schreibtisch, denn wenn kein Patient im Zimmer war, öffnete ich die Terrassentür und bekam häufig Besuch von Eichhörnchen, die sich gern die Nüsse holten. Die Patientin wehrte erst heftig ab: "Nein! Ich krieg Lippen wie ein Neger und mein ganzer Kopf schwillt an. Ich kriege dann keine Luft und denke, ich muss ersticken!" - Erst, wenn ich die Patienten daran erinnere, dass ich auch Cortison als Spritze vorrätig habe und dass ich ein Arzt bin, willigen sie zögernd ein. Es geschieht danach nie etwas in Richtung allergischer Reaktion, auch bei dieser Patientin nicht. Am nächsten Tag erzählte sie mir, dass sie noch mit ihrem Mann in das Cafe um die Ecke gegangen sei, um das Ergebnis an Nusstorte zu überprüfen. Von diesem Zeitpunkt an war sie überzeugt, dass sie die Allergie überwunden hat.

     Wissen, Bewusstheit und Einsicht sind die Schlüssel zur Heilung, auch bei einer Allergie.



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     Es ist mir erst zweimal passiert, dass mich ein Patient am Ende der Behandlung spontan umarmt hat. Das erste Mal war es vor vielen Jahren eine Patientin, die ihre Angst vorm Autofahren abgelegt hatte. Sie hatte immer behauptet, dass sei ihre einzige Angst. Aber es gibt keine einzelnen Ängste, Ängste treten nie isoliert auf.

     Nach der Therapie fand die Patientin, dass diese Therapie doch mehr in ihr verändert hatte, als ihr nur das Auto fahren wieder zu ermöglichen. "Ich hatte vor der Therapie eine solche Unruhe in mir, dass mir vor der Zukunft Angst und Bange war, jetzt nach der Therapie fühle ich mich frei und glücklich und schaue voller Hoffnung in die Zukunft." Und sie merkte, dass sie auch vor der Therapie nicht bewusste Hemmungen in anderen Bereichen aufgeben konnte: sie telefonierte lieber, sie ging lieber einkaufen und vieles mehr.

     Das zweite Mal wurde ich am Ende der Therapie von einem Rentner umarmt, der unter Schlaflosigkeit verursacht durch restless legs gelitten hatte.

     Dieser Lehrer im Rentenalter war früher Seemann und bei der Hamburger Wasserschutzpolizei. Er suchte überall Hilfe, bekam sie aber nicht. Man versuchte bei ihm Medikamente für Parkinson-Patienten, für Epilepsie-Patienten und gab Antidepressiva. Der Patient war zweimal wochenlang in einer Klinik für Parkinson-Kranke. Die Schlaflosigkeit und die restless legs terrorisierten den Patienten weiter. Die vielen ausprobierten Medikamente hatten bei dem Patienten zu einem vollständigen Libidoverlust und zur Impotenz geführt, was ihn zusätzlich deprimierte.

     Dass sich Kranke mental selbst heilen können, ist für die Schulmedizin schwer zu verstehen.



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An die
Bild am Sonntag
Leser - Redaktion
Frau Dorothea Misch

Betr.: Ihr Artikel vom 24.04.2011 über das "Restless-Legs-Syndrom"
"Unsere Beine sind unsere Feinde"

Ich habe seit meiner Kindheit unter dem sogenannten RLS gelitten.
Als vor einigen Jahren die Beschwerden unerträglich wurden, bin ich zu einem Neurologen gegangen.
Nach einigen Arztbesuchen bekam ich Dopaminpräparate und die Diagnose RLS.
Für einen sehr kurzen Zeitraum verringerten sich die Beschwerden, allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt als die Augmentation einsetzte. Damals kannte ich diesen Begriff nicht. Die Hölle ist der richtige Ausdruck für das was dann kam.
Die Medikamente mussten ständig in der Dosierung erhöht werden; neue Medikamente wurden ausprobiert. Schlaflaboranalysen folgten, neue Medikamente, alles ohne Erfolg.
Zweimal war ich wochenlang in der Paracelsus Klinik von Frau Prof. Trenkwalder, die "ihre" Medikamente an mir ausprobiert hat.
Schlaflaboranalysen wurden dort durchgeführt. Die Ergebnisse waren immer eindeutig RLS. Helfen konnte mir kein Arzt.
Frau Prof. Trenkwalder hat bei meiner letzten Entlassung aus ihrer Klinik auch keinen Rat mehr gewusst.
Ich war am Boden, ich war zerstört.
Mein Neurologe versuchte es dann erneut mit einem Medikament. Mit dem Ergebnis, dass ich mich auf der Intensivstation des örtlichen Krankenhauses wiederfand.
Ich dachte mein Leben sei zu Ende, zumal die Medikamente, die man mir dort verabreichte nur noch ein "Dahindämmern" erlaubten.

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass an mir alle auf dem Markt befindlichen Pharmaka ausprobiert wurden mit dem Ergebnis, dass das RLS schlimmer als je zuvor durch meinen Körper raste und mein Allgemeinzustand, körperlich und seelisch, sich dem Nullpunkt näherte.
Zu diesem Zeitpunkt, im April 2010, sah meine Frau eine Anzeige in unserer örtlichen Zeitung.

Dr.med. Paul Bernard
29640 Schneverdingen
"Mentaltherapie in Hypnose"
www.gmu-mental.de

Auf den Internetseiten erklärte Dr.med. Paul Bernard seine Mentaltherapie in Hypnose.
Ich will ehrlich sein, ich hatte nichts, aber auch gar nichts mehr zu verlieren. Gesundheitlich war ich ein Wrack, jede Hilfe die mir angeboten wurde war willkommen.

Schon nach wenigen Sitzungen spürte ich deutliche Verbesserungen meines Allgemeinzustandes.
Von Tag zu Tag ging es mir immer besser.
Ich lernte an die Selbstheilungskräfte meines Körpers zu glauben.

Ich kann wieder stundenweise entspannt schlafen, immer länger.
Ich kann wieder Filme sehen ohne rauslaufen zu müssen.
Kurz, mein Leben ist wieder lebenswert.

Ich bin heute ein anderer Mensch.
Ich nehme seit einem Jahr keinerlei Medikamente mehr.
Ich lebe ohne RLS.

Falls Leser Ihrer Zeitung Näheres über die "Mentaltherapie in Hypnose" von Dr. med. Paul Bernard wissen wollen, können sie entweder im Internet unter www.gmu-mental.de Informationen einholen, mich anschreiben oder mir eine e-mail schicken.
Ich bin gerne bereit Fragen über die Behandlung von Dr. med. Paul Bernard zu beantworten.

Mit freundlichem Gruß





(Fortsetzung folgt)

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Dr. med. Paul Bernard
 



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